Verkehrserziehung für Fahrradfahrer – 2. Auflage

Am 19.08.2017 veranstaltete das Netzwerk Asyl Wilsdruff in Kooperation mit der Verkehrswacht Dippoldiswalde und der Stadt Wilsdruff im Vereinshaus „Kleinbahnhof“ eine weitere Verkehrsschulung für Fahrradfahrer. Teilnehmer waren die durch die Stiftung Leben und Arbeit betreuten Jugendlichen. Schule am Samstag? Nach ersten Anlaufschwierigkeiten folgten die Jugendlichen den Informationen von Herr Grabs vom Polizeirevier Dippoldiswalde über die wichtigsten Regeln zum Thema „Fahrrad fahren in Deutschland“. Eine Pause mit einem gemeinsamen Mittagsimbiss mit internationalen Gerichten gab allen noch einmal Kraft für das Training auf dem von den Mitarbeitern der Verkehrswacht angelegten Parcours hinter dem Vereinshaus. Begleitend zur Veranstaltung leitete Camillo Schulz die Jugendlichen zur Wartung ihrer Fahrräder (Spenden aus der Umgebung) an. Wir bedanken uns bei Herrn Grabs, den Mitarbeitern der Verkehrswacht Dippoldiswalde, der Stadt Wilsdruff für die Unterstützung und wünschen allen Teilnehmern weiterhin eine gute Fahrt auf dem Fahrrad!

Die Veranstaltung wurde durch den Freistaat Sachsen im Rahmen des Landesprogramms Integrative Maßnahmen gefördert.

Stefanie Willuhn, 20.08.2017

Bildungsangebote für Neuzugewanderte

Das Landratsamt hat eine Übersicht über Bildungsangebote für Neuzugewanderte im Landkreis erstellt, die ständig aktualisiert wird. Es handelt sich um Sprachkurse, ehrenamtliche Sprachkurse und sonstige ehrenamtliche Bildungsangebote.

http://www.landratsamt-pirna.de/bildung-neuzugewanderte.html

http://www.landratsamt-pirna.de/download/20170718_Uebersicht_Sprachkurse_LK_SOE.pdf

http://www.landratsamt-pirna.de/download/LKSOE_Ehrenamtliche_Sprachkurse.pdf

http://www.landratsamt-pirna.de/download/LKSOE_Ehrenamtliche_Bildungsangebote.pdf

Kreativ-Workshop „Kunst aus Resten“

Werkbänke, Holztürme, Farbtöpfe, halbfertige Skulpturen und dazwischen spielende Kinder: Ein buntes Bild bot sich allen, die sich zwischen dem 20. und 23. Juli 2017 auf den weiten Weg nach Grumbach gemacht hatten. Und auf den Weg gemacht hatten sich viele: Renate und Johannes Schürmeyer aus Mecklenburg-Vorpommern, eine georgische Familie aus Wilsdruff, afghanische, syrische, guineische, ghanesische und eriträische Jugendliche aus Limbach, eine kurdische Familie aus Dresden sowie engagierte Freiwillige aus dem Netzwerk Asyl. Im Schnitt waren es täglich etwa 15 Leute, davon etwa 10 Geflüchtete. Alle trafen sich in Grumbach auf dem Hof von Familie Nestor/ Leithoff, um dort im Freien und in der Scheune freikünstlerische Holzprojekte durchzuführen, zusammen zu essen, ins Gespräch zu kommen und ein entspanntes Wochenende zu verbringen.

Mit großem Eifer wurden unter der künstlerischen und handwerklichen Leitung vom Ehepaar Renate und Johannes Schürmeyer (freiberufliche Künstlerin und Kunstherapeutin, sowie Handwerker) verschiedenste Ideen begonnen und umgesetzt. Dabei entstanden zahlreiche individuelle und sehr persönliche Kunstwerke, die nicht nur Geschichten von schiefen Schrauben, improvisierten Verleimungen und Farbresten erzählen, sondern vor allem von ihren Erbauern und der fröhlichen Atmosphäre, in der sie entstanden. So hatte jeder die Gelegenheit seine Ideen zu verwirklichen, und da es davon viele gab, konnten farbenfrohe Sitzbänke, Hocker, Blumenbänke, Vogelhäuser und Skulpturen in Betrieb genommen werden. Nach getaner Arbeit wurde auf den neuen Bänken pausiert und gemeinsam gegessen. Um die Verpflegung hatte sich Dorothee Nestor gekümmert und neben Familienrezepten auch Speisen aus den Herkunftsländern der Teilnehmer ausprobiert, die auf große Begeisterung stießen. Auch die selbstgebauten Wikinger-schachfiguren kamen in der Pause gleich zum Einsatz und wurden erprobt. Am Samstag musste das Werkeln wegen Starkregen in die Scheune verlegt werden und da man dort dann ohnehin sehr nah beisammen saß, wurde in der Pause „Stille Post“ und „Ich packe meinen Koffer…“ gespielt, wodurch das eine oder andere neue Wort gelernt wurde. Am Ende fanden alle Werkstücke einen neuen Platz – auf dem Hof und bei ihren Erschaffern. So steht zum Beispiel die Wächterskulptur aus Holz nun im Hof des Rittergutes der Stiftung Leben und Arbeit in Limbach und wird dort hoffentlich noch viele fröhliche Gäste empfangen.

Wir blicken auf ein ereignisreiches und frohes langes Wochenende zurück, das durchgehend auf positive Resonanzen stieß. Aufgrund der Begeisterung der Teilnehmer und der Vielzahl der Ideen, für deren Umsetzung die Zeit kaum reichte, entstand der Wunsch, das Projekt nicht einfach verklingen zu lassen, sondern zum Anlass zu nehmen, regelmäßig künstlerische Workshops anzubieten.
Im Gespräch sind beispielsweise monatliche Malkurse unter kunsttherapeutischer Anleitung. Dafür sind wir nun auf der Suche nach geeigneten Räumen und Mitteln. Möglich war dieses überaus gelungene Projekt durch die hohe Motivation aller Teilnehmenden und den unermüdlichen Einsatz verschiedener Ehrenamtlicher.

Die Veranstaltung wurde gefördert durch den Freistaat Sachsen im Rahmen des Landesprogramms Integrative Maßnahmen.

27.08.2017 Grainne Nestor

 

Ausflug in die Sächsische Schweiz

Was tun Schüler in den Sommerferien, wenn das Wetter nicht fürs Freibad geeignet ist? Lange schlafen, den Rest des Tages rumhängen, das Smartphone im Endlosbetrieb? Natürlich nicht – nein, sie wandern und genießen die frische Luft und die schöne Landschaft. So machte sich am ersten Sonntag im Juli eine Gruppe von 13 Jugendlichen und 5 jung Gebliebenen auf den Weg zu einem Ausflug in die Sächsische Schweiz, bestens ausgerüstet mit Rucksack, Regenjacke und Schirm. Nach dem Treffen in Dresden am Haltepunkt Freiberger Straße ging es mit der S-Bahn Richtung Wehlen. Für manche der Schüler eine bekannte Strecke, da sie den langen Schulweg von Limbach bis Pirna über Dresden und wieder zurück im vergangenen Schuljahr täglich absolvieren mussten. Bei vielen anderen spätestens ab Beginn Obervogelgesang ein breites Lächeln auf den Lippen über die unglaublich schöne Landschaft. Kaum hatten wir die Elbfähre und den Wehlener Marktplatz hinter uns gelassen, kam auch schon die unvermeidliche Frage: „Müssen wir lange laufen?“ Ein entschlossenes „Das schaffst du schon!“ konnte erst mal der weiteren Motivation dienen. Der Weg führte uns auf komfortable Waldwege („Das ist langweilig!“), über Treppenstufen („Das ist anstrengend!“), durch Felsspalten („Pass ich da durch?“), durch Matschpfützen („Hier ist ja alles ganz nass!“) zu einem schönen, sonnigen Platz für unsere Mittagspause. Das Essen wurde auf einer Decke ausgebreitet und geteilt, niemand musste hungrig bleiben. Und der Müll ordentlich in einer Plastiktüte gesammelt und wieder mitgenommen. Für viel Spaß unterwegs sorgte eine Art „Lach-Challenge“, die einen eindeutigen Sieger hervorbrachte, dessen Name hier aber unerwähnt bleibt. Zum Abschluss gönnte sich die tapfere Wandergruppe noch ein Eis auf dem Wehlener Marktplatz – inzwischen war es auch richtig warm geworden. Die Regenjacken und Schirme hatten wir umsonst mitgeschleppt – zum Glück. Das Restprogramm des Tages? Zurück nach Hause fahren und ein wenig ausruhen. Für alle Teilnehmer war am Abend bestimmt noch ein Dienst angesagt: Schuhe putzen. Zum Abschluss die Frage: mal wieder einen Wanderausflug planen? Mit dieser lustigen Gruppe immer wieder sehr gern.

Die Veranstaltung wurde durch den Freistaat Sachsen im Rahmen des Landesprogramms Integrative Maßnahmen gefördert.

03.07.17 Stefanie Willuhn

Abenteuer Kletterpark

Katja Krannich von der Stiftung Leben und Arbeit berichtet:

Dank dem Netzwerk Asyl in Wilsdruff konnten wir am Samstag, den 20.05.2017 ein unvergessliches Abenteuer im Kletterpark Klotzsche erleben. Bei dem 10-jährigen Jubiläum des evangelischen Gymnasiums in Tharandt, gab es eine Kollekte, in der Geld zugunsten der unbegleiteten minderjährigen Flüchtling, die wir in der Stiftung betreuen, gesammelt wurde. Dabei ist ein stattlicher Betrag zusammengekommen und die Überlegungen, was den Jungs Spaß machen würde, konnten beginnen. Wir einigten uns letztendlich gemeinsam auf einen Besuch in einem Hochseilgarten.

Hochmotiviert trafen wir uns in Wilsdruff auf dem Markt mit Frau Nestor und machten uns mit guter Laune und Proviant im Gebäck auf den Weg nach Dresden Klotzsche. Zusätzlich zu unseren Jungs begleiteten uns Kinder, die mit ihren Familien nach Deutschland gekommen waren und um die sich das Netzwerk auch kümmert und deutsche Familien, die einfach mit uns zusammen einen schönen Tag erleben wollten.

In Klotzsche angekommen, legten wir einen etwa 20minütigen Fußmarsch durch die Dresdner Heide hin und konnten nach einer kurzen Einweisung auch gleich mit dem Klettern starten. Es gab 3 Schwierigkeitsstufen, wobei unsere Jungs gleich die 3 einfachen Parcours übersprangen und mit den mittleren begannen. Diese bewältigten sie auch wirklich sehr gut und machten sich hoch motiviert an die 3 schwierigen. Auch hier musste niemand vom netten Fachpersonal gerettet werden und alle meisterten die verschiedenen Hindernisse mit Bravour.

In der Zwischenzeit wurde von den „auf dem Boden gebliebenen“ schon der Grill angezündet und wir konnten uns nach der ganzen Anstrengung bei einem umfangreichen Picknick und leckeren Grillgut alle stärken. Alles in allem, war es ein ganz toller Tag, der sicher noch lange in Erinnerung aller bleibt. Herzlicher Dank geht von uns nochmal an alle, die diesen Tag zu dem gemacht haben, was er war, vor allem an Frau Dorothee Nestor für die umfangreiche Organisation und Koordination im Vorfeld. Wir sagen DANKE und freuen uns auf noch viele gemeinsame Treffen und Unternehmungen miteinander.

Die Veranstaltung wurde durch den Freistaat Sachsen im Rahmen des Landesprogramms Integrative Maßnahmen gefördert.




Verkehrserziehung für Fahrradfahrer

Am 29.10.2016 veranstaltete das Netzwerk Asyl Wilsdruff in Kooperation mit der Verkehrswacht Dippoldiswalde und der Stadt Wilsdruff im Vereinshaus „Kleinbahnhof“ eine Verkehrsschulung für Fahrradfahrer. Auch das ist ein wichtiger Punkt der Integration, sich mit dem Fahrrad sicher im Straßenverkehr bewegen zu können. Zunächst konnte sich ein zwölfjähriger Junge über ein Fahrrad freuen, das bereits dem Müll zugeordnet war, aber wieder funktionstüchtig gemacht werden konnte. Die Freude darüber war so groß, dass er auch während des theoretischen Teils der Schulung den Fahrradhelm aufbehielt. Insgesamt nahmen rund 20 Teilnehmer vom Grundschul- bis zum Erwachsenenalter aus dem Kreis der in Wilsdruff untergebrachten Familien und der von der Stiftung Leben und Arbeit betreuten ausländischen Jugendlichen teil. Im ersten Schulungsteil informierte Herr Grabs vom Polizeirevier Dippoldiswalde über die wichtigsten Regeln zum Thema „Fahrrad fahren in Deutschland“. Der anwesende Dolmetscher kam dabei kaum zum Einsatz, da alle Teilnehmer bereits über gute Sprachkenntnisse verfügen. Nach einer Pause mit einem gemeinsamen Mittagsimbiss mit internationalen Gerichten – zubereitet von den Flüchtlingsfamilien und Mitgliedern des Netzwerkes – und mit guten Gesprächen ging es dann zu dem von den Mitarbeitern der Verkehrswacht angelegten Parcours hinter dem Vereinshaus, auf dem das gerade erlernte Wissen in die Praxis umgesetzt werden konnte. Dieser praktische Teil war für die Teilnehmer der Höhepunkt und machte allen viel Spaß. Auch bei der gemeinsamen Rückfahrt nach Braunsdorf nach Abschluss des Trainings konnte die Umsetzung der Regeln noch verinnerlicht werden. Wir bedanken uns bei Herrn Grabs, den Mitarbeitern der Verkehrswacht Dippoldiswalde, der Stadt Wilsdruff und der SG Grumbach für die Unterstützung und wünschen allen Teilnehmern weiterhin eine gute Fahrt auf dem Fahrrad!

Stefanie Willuhn

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Ausflug am 1. Mai

Was gibt es schöneres, als den 1. Mai mit unseren zumeist syrischen Familien und ihren Kindern bei einem gemeinsamen Picknick in den „Rocky Mountains“ des Forstparks Tharandt zu verbringen?
Glückliche und strahlende Kinderaugen, zufriedene Eltern, die aber immer in Sorge um ihre Eltern, Geschwister oder andere Verwandte oder Freunde sind, die im syrischen Kriegsgebiet oder in übervollen Flüchtlingslagern ausharren. Aleppo und andere Orte tauchen in diesen Tagen wieder vermehrt in den Nachrichten auf.
Es war schön zu hören, wie einer Aussicht auf eine Lehrstelle hat oder dass es als anerkannte Kriegsflüchtlinge mit der Wohnungssuche in einer westdeutschen Stadt geklappt hat.Und das allerschönste zum Schluss:
Wir mussten für die Kommunikation nicht mehr auf die Sprachapp zurückgreifen…

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Kleiderkammer gut gefüllt

Dank der großen Bereitschaft, Kleider, Spiele, Kinderbücher und andere Dinge zu spenden, ist unsere Kleiderkammer gut gefüllt. Im Moment besteht keine Kapazität für weitere Sachspenden. Daher öffnet die Kleiderkammer im April NICHT zur Annahme.